Geschichte des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Aschafftalgemeinden (ZWA)

     

07.03.1967
Erste konstituierende Sitzung des Zweckverbandes im FC - Sportheim in Hösbach.

Die Gemeinden waren wie folgt vertreten:
   
Goldbach 6 Verbandsräte
Hösbach 5 Verbandsräte
Keilberg 3 Verbandsräte
Laufach 3 Verbandsräte
Waldaschaff 3 Verbandsräte
   
Die Verbandsführung setzte sich wie folgt zusammen:
   
Vorsitzender: Landrat Dr. Kerpes
Stellvertreter: Bürgermeister Emanuel Krebs
Geschäftsführer: Johann Brückner, EW Goldbach-Hösbach
Kassenverwalter: Josef Günther, Gemeindeverwaltung Goldbach
 

Die Geschäftsstelle war im EW Goldbach- Hösbach. In der Folgezeit wurden die Verhandlungen mit der Bundesbahn zum Kauf der Quellen und Behördengespräche zur Vorbereitung der erforderlichen Maßnahmen geführt. Das Ing.-Büro Breitenbach (heutige Ingenieurbüro Jung GmbH, Kleinostheim) wurde mit der Erstellung des Bauentwurfes der Verbandsanlagen beauftragt. Grundlage war die Studie des Bayerischen Landesamtes für Wasserversorgung und Gewässerschutz, München. Da die Gemeinden auch weiterhin gegen den Willen des Bayerischen Landesamtes die Lohrgrundquellen erwerben und beileiten wollten, gingen die Verhandlungen nur zäh voran.

1968 und 1969
Erneuter Wassermangel in Goldbach und Hösbach veranlasste die beiden Gemeinden, mit der Stadt Aschaffenburg einen Wasserlieferungsvertrag abzuschließen und eine Anschlussleitung DN 400 Az von der Dyroffstraße nach Goldbach zu verlegen. Die Leitung ging Ende 1970 in Betrieb. Die Anschlussleitung wurde in die Finanzierung des BA I des Zweckverbandes aufgenommen. Der Wasserlieferungsvertrag wurde später vom Zweckverband mit allen Rechten und Pflichten übernommen. Als Anschlussgebühr wurden 105.500,- DM an die Stadt Aschaffenburg entrichtet.

29.10.1969
Gemeinde Hain wird Mitglied des Zweckverbandes

1970 bis 1972
Bau der Pumpstation Goldbach im BA I des ZWA. Das Gebäude wurde für die Unterbringung von drei Pumpengruppen mit einer Förderleistung von insgesamt 1.000 m3/h ausgelegt. Installiert wurde zunächst nur eine Pumpengruppe mit einer Leistung von 2 x 100 m3/h, wodurch bei Parallelbetrieb max. 200 m3/h gefördert werden können. Das Wasser von Aschaffenburg wird nur in den HB Goldbach gefördert.

 

01.07.1972
Keilberg wird Ortsteil der neuen Gemeinde Bessenbach

1973 bis 1976
Fortsetzung der Baumaßnahmen im BA I des ZWA.

Zusammen mit den Vorgriffsmaßnahmen wurden folgende Kosten im BA I erstellt:

         
Pumpstation Goldbach und
Anschlussleitung von Aschaffenburg
  DM   1.400.000,-
         
HB-Goldbach 3.000 m³   DM   780.000,-
         
HB-Steiger 3.000 m³   DM   800.000,-
         
Aufbereitungsanlage Hain   DM   650.000,-
         
Regelbauwerk Unterbessenbach   DM   70.000,-
         
Quellzuleitungen Schwarzkopf – Altenborn
2,3 km
  DM   360.000,-
         
Quellzuleitungen Falkenberg – Bisberg 2,1 km   DM   190.000,-
         
Quellfassungen Schwarzkopf – Altborn   DM   340.000,-
         
Quellfassungen Falkenberg – Bisberg   DM   180.000,-
         
Fernleitungen Hain - Waldaschaff,
Keilberg und ein Teil von Goldbach 13,6 km
DN 300 bis DN 500
  DM   4.800.000,-
         
Fernleitung Unterbessenbach – Hösbach
3,1 km DN 400
  DM   1.150.000,-
         
Fernleitung Hösbach – Goldbach 2,1 km
DN 500 GGG
  DM   1.950.000,-
         
Fernwirkanlage und Steuerkabel   DM   700.000,-
         
DB-Anschlüsse und Sonstiges   DM   30.000,-
         
Bausumme im BA I - netto   DM   13.400.000,-
     
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