Hausanschlüsse

     

Auch bei Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Rohrnetzpflege der Hauptleitungen kann es bei vereinzelten Hausanschlüssen zum Austritt von rosttrübem Wasser und zu Korrosionserscheinungen in den Hausinstallationen kommen.

Diese Ursachen sind von der Art und den Werkstoffen der Hausanschlussleitungen, sowie des Wasserverbrauches abhängig.

Die Hausinstallationen werden überwiegend mit Stahlrohren, Kupferrohren oder auch Kunststoffleitungen erstellt.

Diese Anlagenteile gehören zu dem Rechtsbereich der Grundstückseigentümer und es liegt in deren eigenem Interesse, die richtige Wahl für die Materialien ihrer Hausinstallationen zu treffen und sich hierbei von anerkannten Fachfirmen beraten zu lassen.

Hierbei sind die Parameter der DIN 50930 Teil 1 - 5 zu berücksichtigen. Die Gemeinden sollten die entsprechenden technischen Wasseranalysen zur Verfügung stellen.

Die Wasserversorgungsunternehmen sind gehalten - zur Vermeidung von Folgeschäden - bei der Beratung ihrer Kunden sachkundig mitzuwirken. Für diese Aufgabe sind in unserem Verband die Gemeinden, als Endlieferant des Wassers, zuständig. Auf Anfrage werden sie hierbei vom Wassermeister des ZWA gerne unterstützt und mit Unterlagen (Wasseranalysen etc.) versorgt.

Die aufgezeigten Zusammenhänge die zu Qualitätsverschlechterungen von Wasser in den Ortsnetzen und hierbei insbesondere in den Endleitungen führen, treffen im Prinzip für alle Hausanschlussleitungen zu, da diese immer Endstränge sind. Naturgemäß ist die Sauerstoffzehrung und die Wassertemperatur dort am größten. Besonders ungünstig wirken sich hierbei Hausanschlüsse mit langer Zuleitung aus.

Auch dürfen die Hausanschlussleitungen nicht zu groß bemessen sein, da sonst zu geringe Durchflussgeschwindigkeiten und stagnierendes Wasser entsteht.

 

Bei vielen Wasserproben, die wir zur bakteriologischen Untersuchung aus den Hausanschlussinstallationen entnommen haben, wurden erhöhte Verkeimungen festgestellt, obwohl in Nachbarhäusern und den Hauptleitungen einwandfreies Wasser vorhanden war.

Dies könnte unter Umständen auch mit einer zu geringen Wasserabnahme zusammenhängen. In besonders hartnäckigen Fällen, wo auch nach Wiederholung der Wasserprobeentnahme nach ca. einer Woche wiederum erhöhte Keimzahlen oder sogar ein Anstieg zu verzeichnen war, konnten erst nach ausgiebiger Spülung der Hausleitungen einwandfreie Ergebnisse erzielt werden.

Ursachen von Korrosion in den Hausinstallationen sind nicht immer eine Erscheinung von aggressivem Verhalten des gelieferten Wassers, sondern Folge von Fehlern in den Installationsanlagen selbst.

Wasser aus Hahn

     

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